Obst- und Gartenbauverein RSKN e. V.
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Öhringer Blutstreifling


Ein Zufallssämling aus dem Raum Öhringen (Hohenlohe), der erstmals von

F. LUCAS Anfang des 20. Jahrhunderts beschrieben wurde. Der Mutterbaum stand noch 1929 in Öhringen-Unterohrn.
Mittelgroßer Baum. Hochgewölbte Krone mit wenig verzweigten, überhängenden Fruchtästen. Anfangs stark wüchsig, im Ertragsstadium schwacher Wuchs. Für Kronenaufbau ist ein kräftiger Erziehungsschnitt notwendig. Mittelfrühe, lang anhaltende Blüte. Ertrag früh einsetzend, hoch und regelmäßig. Die graugrünen, gefalteten, länglichen Blätter sind gut zu erkennen. Schorfanfälligkeit wird unterschiedlich beurteilt und ist standortabhängig.
Fruchtreife Mitte Oktober, Lagerfähigkeit bis April. Mittelgroße, breit-eiförmige, teils kugelförmig abgeflachte Früchte mit weitestgehend glatter, wachsartiger Oberfläche. Anfangs hellgrün, später strohgelb, sonnenseitig leuchtend rot mit den namensgebenden, dunkleren Streifen durchzogen. Stielgrube weit mit kurzem und dicken Stiel. Enge, unregelmäßige Kelchgrube. Das Fruchtfleisch ist weißlich, fest und saftig mit süßem Geschmack. Wenig säurehaltig.
Vielseitiger Wirtschaftsapfel, auch als Tafel-, Saft - und Mostapfel zu verwenden. Gut zur Mischung mit säurereichen Sorten geeignet.

Streuobstsorte des Jahres 2019

Foto: Bernhard Ferentz

Öhringer Blutstreifling

  • guter Tafel- und sehr guter Wirtschaftsapfel
  • kleine bis mittelgroße Frucht
  • gelbliche Schale mit schwachem Geruch
  • weißes Fleisch, fest und saftig
  • geringer Säuregehalt bei stärkerem Zuckergehalt mit zartem Aroma
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