Obst- und Gartenbauverein RSKN e. V.
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Gelbe Wadelbirne

Sehr alte Sorte, wurde schon um 1390 in der Schweiz erwähnt und Ende des 15. Jahrhunderts in Württemberg beschrieben. Ihre Entstehung ist aber unklar. Früher in Süddeutschland weit verbreitet und heute eher selten. 'Kannenbirne', 'Kantenbirne', 'Längler', 'Strangulierbirne', 'Würger', ‘Würgelbirne‘. Auch ‘Wadelbirne‘, da die Fruchtform entfernt an eine Wade erinnert. Ende August bis Anfang September, wird rasch teigig. Mittelgroße bis große flaschenförmige Frucht. Hellgrüne Grundfarbe, bei Vollreife hellgelb, auf der Sonnenseite schwach hellrosa bis rot, große Lentizellen. Weißlich gelbes Fruchtfleisch, saftig, grobzellig, süßlich mit deutlichem Gerbstoffgehalt. Stark adstringierend, darauf ist auch die Bezeichnung Würger oder Würgelbirne zurückzuführen. Der Baum wächst zu landschaftsprägenden, großen Exemplaren heran. Die ausladende Krone, die Baumgröße und die dicke Borke erinnern entfernt an den Wuchs einer Eiche. Die Blüte ist mittelfrüh und der Ertrag eher durchschnittlich. Als Hutzelbirne zum Dörren geeignet. Hutzeln sind getrocknete Fruchthälften oder Birnenschnitze. Hutzelig bedeutet im Dialekt runzelig. Als Mostbirne und zum Brennen (je nach Jahr 50 -75° Oechsle) findet die gelbe Wadelbirne ebenfalls Verwendung.

Streuobstsorte des Jahres 2020

Foto: Dr. Walter Hartrmann

Gelbe Wadelbirne

  • alte Sorte schon ,früher weit verbreitet, heute kaum noch vorkommend
  •  mittelgroße bis große flaschenförmige  Frucht 
  • Reifezeit Ende August- Anfang September
  • bei vollreife hellgelbe auf der Sonnenseit bis rote Farbe 
  • Fruchtfleisch saftig, süsslich, 
  • Verwendung zum dörren zum mosten und zum brennen
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